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visuelle Kommunikation - wie wir wirken

Aktualisiert: Juni 15



Schon während der Uni war ich ganz fasziniert von Visueller Kommunikation. Allein der Titel des Kurses war für mich schon bedeutungsträchtige Ankündigung. Wir kommunizieren visuell. Unser Äusseres ist nicht anderes, als eine Leinwand, den wir nach belieben bemalen und hinstellen, damit Andere es betrachten können. Natürlich klingt es sehr oberflächlich, mit der Intention unsere Leinwand zu bemalen und dafür möglichst höhste Anerkennnung ernten zu wollen. Aber am Ende wollen wir genau das. Wir wollen alle geliebt werden.



Mit Absicht oder unbeabsichtigt gestalten wir alle unsere Leinwand. Manche bemalen ihre Leinwand nach berühmten Vorbildern und eifern Diesen nach. Andere nehmen die Farbe der Umgebung an.




Eine eule versucht nicht fleissig auf dem Baum einzukloppen wie ein Specht, nur weil es denkt, ein Specht zu sein sei cooler. Und der Specht denkt sich obendrein, die Eule hätte nicht alle Tassen im Schrank. Es fällt unsere Leinwand aufzutragen, sondern unsere eigenen Umrisse umzeichnen, stellt sich eine selbstverständliche Natürlichkeit ein. Leichtigkeit, das selbstverständlich daherkommt.


Verstellen und in Rollen schlüpfen kostet soviel Kraft. Warum sind wir nicht, wer wir sind? Denn, dann sind wir am stärksten. Ich war schon immer sensibel und einfühlsam, kindlich und neugierig, verspielt. Äusserlich kleidete ich mich jedoch lange Zeit streng - mit hohen Absätzen, geschlossenem Haar, clean und starr. Also genau das Gegenteil davon, wie ich mich innerlich fühlte. Wir nehmen an, wissen zu können, wie uns die Welt haben will, wie wir auszusehen haben, damit wir erfolgreich sind und unsere Ziele erreichen. Wir wissen es nicht.


Eine Eule versucht ja auch nicht, fleissig auf dem Baum einzukloppen wie ein Specht, nur weil es denkt, ein Specht zu sein sei cooler. Und der Specht denkt sich obendrein, die Eule hätte nicht alle Tassen im Schrank. Es fällt immer auf, wenn wir uns verstellen, verkleiden. Sei einfach eine coole Eule und steh dazu.



Jetzt fragst du dich, was erzählt sie da, ist Mode denn nicht genau dafür da, um so zu tun, als ob man nicht Jemand anderes wär? Nein. Kleidung ist in erster Linie dafür da, damit es dich wärmt und beschützt. Danach, danach erst nimmt es die Rolle eines Botschafters ein. Danach erst wird es zu deinem Werkzeug und gibt dir die Chance, zu zeigen, wer du bist. Wie es gelingt authentisch selbst zu sein und eigene Botschaft visuell zu kommunizieren, darüber erzähle ich ein ander Mal. :)

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